Per Ende Jahr haben wir eine Auslaufboxe frei für ein Robustpferd
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Sommer 2020 - 2021 haben wir noch eine Lehrstelle frei...

Wir würden uns über einen aufgestellten und motivierten Lernenden oder Lernende freuen.

 


Zeitungsartikel

Bei Thomas Zimmermann auf dem Steiacherhof hat Mathias Kälin seine Landwirtschaftslehre mit der Note 6,0 abgeschlossen.

FISIBACH (hfw) _ Auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums Liebegg hat Mathias Kälin aus dem schwyzerischen Oberegg einen Meister für das dritte landwirtschaftliche Lehrjahr gesucht. In Fisibach hat er ihn gefunden. Da haben offensichtlich nicht nur die Ausbildungsvoraussetzungen, sondern auch die «Chemie» gestimmt. Der Auszubildende ist dem Ausbildner dankbar _ und umgekehrt.

 

Prüfung nach solider Vorbereitung

Mathias Kälin hat seine landwirtschaftliche Ausbildung nach einer bestandenen Prüfung als Landmaschinenmechaniker begonnen. Diese Lehre wurde ihm insofern angerechnet, als er die Landwirtschaftslehrjahre eins und zwei zusammenlegen und auf dem elterlichen Betrieb absolvieren konnte. Die Theorie eignete er sich an der Landwirtschaftlichen Schule Pfäffikon an. Er bewältigte auch da den Stoff zweier Kurse in einer Saison. Vor dem Übergang zum dritten Lehrjahr wurde er von Experten aus dem Kanton Schwyz in den Bereichen

 

Tierhaltung und Mechanisierung geprüft. Das dritte Lehrjahr auf dem Steiacherhof wurde mit einer Prüfung in Tierhaltung und Pflanzenbau abgeschlossen. Den theoretischen Teil mit mündlicher und schriftlicher Prüfung absolvierte Kälin wieder in Pfäffikon. Als Wahlfächer hatte er Alpwirtschaft und Geflügelhaltung belegt. Doch: Wie schafft man eine Gesamtnote 6,0? Begeisterung, Interesse und Fleiss sind wohl die Grundlagen. Der Lehrmeister ergänzt: Selbststudium und beharrliches Hinterfragen unklarer Sachverhalte haben Früchte getragen. Weil schon das Ergebnis der Zwischenprüfung hervorragend war, forderte das Schlussexamen auch nicht mehr als die kleine Prise Nervosität, die einfach dazu gehört.

Ackerbau von Grund auf

Mathias Kälin war in der Tierhaltung bestens bewandert. In Fisibach kam für ihn aber mit dem Ackerbau buchstäblich Neuland hinzu. Er arbeitete sich aber rasch ein. Thomas Zimmermann erteilte einerseits klare Aufträge und liess dem Stift andererseits viel Raum für Eigeninitiative. So macht das Werken Freude und der Lernende rasch Fortschritte.

 

Der Steiacherhof wird nach ÖLN-Richtlinien (ökologischer Leistungsnachweis) geführt. Das heisst, Kulturen, Düngung und Pflanzenschutz sind zu planen und zu dokumentieren. Die Aufzeichnungen werden kontrolliert. In diese Hintergrundarbeit wurde der Lehrling einbezogen. «Ich hatte Einblick in alles», stellt er fest. An den drei freien Tagen, die er alle zwei Wochen bekam, zog es den Stift ins heimische Oberegg, wo er ebenfalls Hand anlegte.

 

Dass ein Landwirtschaftslehrling mit Mechanikerausbildung mit Traktoren und Maschinen bestens zurechtkommt, versteht sich. Kommt dazu, dass auch Lehrmeister Thomas nicht nur bezüglich des Mechanischen, sondern auch bei bauhandwerklichen Belangen eine geschickte Hand hat. Auch da war das Zusammenspiel mustergültig. Bei all dem Können war es für den Lehrling dennoch ein besonderes Erlebnis, einen 5 Kubikmeter-Baum fällen zu dürfen.

So geht es weiter

Bis anfangs August das Lehrjahr endet, arbeitet Mathias auf dem Steiacherhof weiter. Wie es für ihn dann weitergehen wird, lässt er noch offen. Klar ist dagegen, dass Thomas Zimmermann weitere Lehrlinge ausbilden wird. Sie hätten wieder einen guten Kandidaten verpflichten können, meint Vater Hans Zimmermann, der immer noch mit anpackt. Beide haben offensichtlich Freude daran, Jugendliche an eine Landwirtschaft mit Zukunft heranzuführen.

 

Der Lernende

 Mathias Kälin hat Jahrgang 1993 und stammt aus dem schwyzerischen Oberegg. Der Betrieb seiner Eltern misst 25 Hektaren. Auf dem Futterbau-Betrieb werden 30 Milchkühe und 15Aufzuchtrinder gehalten. Kälin hat vor der bäuerlichen Ausbildung eine Lehre als

 Landmaschinenmechaniker absolviert.

 

 Der Lehrmeister

 Thomas Zimmermann ist Fisibacher. Er hat die Betriebsleiter- und danach die Meisterprüfung abgelegt. Er bewirtschaftet einen 33 Hektaren-Betrieb, auf dem 38 Milchkühe und 16 Aufzuchttiere gehalten werden. Ausserdem wird auf dem nahe der Zürcher Grenze gelegenen Hof eine Pferdepension geführt.